Faktencheck: Johanniskraut ist nicht gleich Johanniskraut | Laif 900
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Faktencheck: Johanniskraut ist nicht gleich Johanniskraut

Die Wirkung von verschreibungspflichtigen Johanniskrautprodukten bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist wissenschaftlich umfangreich untersucht und bei ausreichender Dosierung belegt. Dies gilt jedoch nicht zwangsläufig für freiverkäufliche Präparate. Ein Test aus 2018 offenbart: Schwachstellen bei den Drogeriepräparaten zeigen sich vor allem bei Wirkstoffgehalt und der belegten Wirksamkeit. Für eine erfolgreiche Therapie spielt die Menge an dem in jeder Tablette enthaltenem Johanniskraut-Trockenextrakt eine entscheidende Rolle.
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Johanniskrautpräparate: Apotheke vs. Drogerie

20 Johanniskrautprodukte aus der Apotheke und Drogerie wurden im vergangenen Jahr kritisch unter die Lupe genommen. Es zeigte sich, dass fast alle Produkte aus der Apotheke empfehlenswert sind. Ganz anders sieht es bei den freiverkäuflichen Produkten aus der Drogerie aus: Diese schnitten ausnahmslos „mangelhaft“ ab.1 Schwachstellen bei den Drogeriepräparaten zeigten sich vor allem beim Wirkstoffgehalt und der belegten Wirksamkeit.1

  • Menge und Qualität müssen stimmen

    Der Wirkstoffgehalt bei den Präparaten aus der Drogerie liegt - sofern er überhaupt angegeben ist - unter der empfohlenen Tagesdosierung.1 Zudem enthalten Präparate aus dem Drogeriemarkt in der Regel einfaches Johanniskrautpulver und keinen konzentrierten Pflanzenextrakt. Johanniskrautpulver enthält aber nur eine sehr geringe Menge an wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen und ist deshalb für die Behandlung einer Depression nicht geeignet. Damit die Therapie mit Johanniskraut ihre volle Wirkung entfalten kann, müssen Wirkstoffmenge und -qualität stimmen. Entscheidend ist daher die Menge an Johanniskraut-Trockenextrakt, die in jeder Tablette enthalten ist.
     
  • Belegte Wirksamkeit

    Nicht jedes pflanzliche Präparat ist tatsächlich auch als Arzneimittel zugelassen und es liegen meist keine klinischen Studien zugrunde. Die Wirksamkeit ist somit nicht belegt.1 Im Gegensatz dazu sind die in der Apotheke erhältlichen, zugelassenen Arzneimittel behördlich auf Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität geprüft.

Praxistipp: Berichtet Ihnen ein Patient, er habe bereits selbst versucht, seine Beschwerden in den Griff zu bekommen, aber erfolgslos, kann dies ein Hinweis sein, dass bereits freiverkäufliche Johanniskraut-Produkte aus der Drogerie eingenommen wurden. Sollte Ihr Patient pflanzlichen Alternativen gegenüber offen sein, können Sie diesem zu verschreibungspflichtigen Präparaten mit belegter Wirksamkeit raten.

Überzeugende Wirkung auch im Praxisalltag

Das pflanzliche Antidepressivum Laif®900 enthält 900 mg Johanniskraut-Trockenextrakt und zeichnet sich aufgrund seines hohen Wirkstoffgehalts durch eine Einmalgabe aus. Die Wirkung des verschreibungspflichtigen Medikaments ist therapeutisch vergleichbar mit 20 mg Citalopram – mit einer signifikant besseren Verträglichkeit.2 Aufgrund der guten Studienlage wird ein initialer Therapieversuch mit hochdosiertem Johanniskraut bei Patienten mit leichten bis mittelschweren depressiven Episoden auch von den Leitlinien empfohlen.3 Mit Laif®900 therapieren Sie Ihre Patienten mit leichten bis mittelschweren Depressionen mit einem auf Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität geprüften und in klinischen Studien untersuchten Arzneimittel.

Laif 900 Packung

Die Fakten auf einen Blick

  • therapeutische Äquivalenz: so stark wie 20mg Citalopram2
  • höhere Therapietreue im Vergleich zu SSRI4
  • S3-Leitlinien/NVL unipolare Depression bestätigt Erstlinientherapie3
  • GKV-erstattungsfähig zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen (gemäß ICD-10) bei Erwachsenen ab 18 Jahren5

Quellen:

  1. 20 Johanniskrautpräparate im Test. ÖKO-TEST Februar 2018. Autor: Kai Thomas. Kategorie: Gesundheit und Medikamente.

  2. Gastpar M et al. Hypericumextrakt STW3-VI im Vergleich zu Citalopram und Plaebo bei Patienten mit mittelschwerer Depression. Psychopharmakotherapie 2007; 14: 65-69.

  3. DGPPN, BÄK, KBV, AWMF (Hrsg.) für die Leitliniengruppe Unipolare Depression*. S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression – Langfassung, 2. Auflage. Version 5. 2015. DOI:10.6101/AZQ/000364. www.depression.versorgungsleitlinien.de [zuletzt aufgerufen am 03.01.2019].

  4. Kresimon J et al. Versorgung von Patienten mit mittelschwerer Depression unter Therapie mit Hypericum-Extrakt STW3-VI im Vergleich zu selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) im Praxisalltag. Gesundh ökon Qual manag, 2012; 17: 198-206.

  5. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information. ICD-10-GM. Version 2019. Online verfügbar https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2019/
    (letzter Zugriff am 07.01.2019).

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